Bei seiner Recherche für mögliche Themen einer Masterarbeit, stieß Andreas Gallaun, Student im Studiengang Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft an der BOKU, das Projekt VinoMon am Joanneum Research in Graz. Das Projekt erforscht Ansätze, um Krankheiten wie Esca, Stolbur und Flavescence dorée automatisiert mit Drohnenaufnahme und KI-Analyse detektieren zu können. Der Student konnte seine Masterarbeit mit dem Titel „Künstliche Intelligenz für den Präzisionsweinbau: Automatisierte Detektion von Rebkrankheiten am Beispiel Esca“ im Zuge des Projekts umsetzen und wurde nun mit dem Josef-Pleil-Preis der Österreichischen Hagelversicherung ausgezeichnet. Das mit 3.000 Euro dotierte Preisgeld soll junge Forschende ermutigen, Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Weinbau zu entwickeln.
Um ein automatisiertes Monitoring zu ermöglichen, wurden im Sommer 2025 an 18 unterschiedlichen Standorten in der Steiermark, dem Burgenland und in Niederösterreich multispektrale Fotos von Weinrieden und erkrankten Weinstöcken aufgenommen. Anhand der gesammelten Daten wurde eine künstliche Intelligenz zur Erkennung von Rebkrankheiten wie Esca angelernt und mit Testdaten bereits erfolgreich validiert.
Projekt VinoMon entwickelt Möglichkeiten zur FD-Erkennung
Am Weinkrankheitsmonitoring wird im Projekt VinoMon aktiv weitergearbeitet. Im Sommer 2026 werden die bereits entwickelten Verfahren auf ihre praktische Einsatzfähigkeit hin untersucht. Weiters wird aktuell die KI-basierte Erkennung von Stolbur und Flavescence dorée intensiv vorangetrieben. Von einer funktionierenden automatisierten Erkennung erhofft man sich, dass Weinstöcke, welche mit Esca, Stolbur und Flavescence dorée infiziert sind, zuverlässig erkannt werden, um möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit treffen zu können.