Die Maßnahmen betreffen zwölf Bezirke des Landes und wurden aufgrund der im Vorjahr beobachteten fortschreitenden Verbreitung der Goldgelben Vergilbung durchgesetzt. Zu den am stärksten betroffenen Regionen zählen die Regionen Nové Zámky und Košický kraj im Westen, aber auch Gebiete im Süden und Osten sind betroffen.
Die Bekämpfung der Ausbreitung der FD wird vom ÚKSÚP koordiniert, das dem slowakischen Landwirtschaftsministerium untersteht. Neben den auch in Österreich bekannten Maßnahmen (Meldepflicht, Rodung, Insektizidbehandlungen) ist auch das Verbrennen infizierter Rebstöcke vorgeschrieben. Eine Neupflanzung ist nach frühestens zwei Jahren zulässig. In Befallszonen ist die Erzeugung und die Ausfuhr von Edelreisern und Unterlagen untersagt. Seit Beginn des Jahres sind Winzer auf den eigenen Flächen zum Zikadenmonitoring mit Gelbtafeln verpflichtet. Wird eine Amerikanische Rebzikade gefunden, folgen eine Behandlung der gesamten Fläche mit Insektiziden sowie eine Inspektion des Weingartens durch das ÚKSÚP samt Probennahme.
Bisher wurden in der Slowakei FD-bedingt rund 110 Hektar Weingärten gerodet (Stand 9. Juni 2026). Das wahre Ausmaß der aktuellen Verbreitung der Goldgelben Vergilbung werde sich während des Sommers zeigen, wenn die Symptome einer Infektion am besten sichtbar sind, so Ľuba Gašparová von der ÚKSÚP.