Limitierung auf 8.800 kg

Champagne-Lese 2026 beginnt schon ab 15. August

Ein Artikel von Redaktion | 23.07.2026 - 10:44
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Petit meslier © Foto: Alexandre Couvreux

Die Ertragsbegrenzung vor jeder Lese ist einer der wichtigsten Faktoren für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Champagne: Die Winzer und Häuser orientieren sich an Konjunkturprognosen und Lagerbeständen, um Erzeugung und Marktbedürfnisse einander anzupassen. Ab 15. August 2026 dürfen die ersten Trauben gelesen werden. Die meisten Champagne-Winzer werden die Ernte voraussichtlich zwischen dem 20. und dem 25. August beginnen.

Das Weinjahr 2026 in der Champagne war bisher geprägt von erheblichen Unterschieden zwischen den Unterregionen: Frostperioden, extreme Hitze im Juni und zuletzt der Beginn einer Dürre. Gleichzeitig bleiben die Marktbedingungen und -aussichten unsicher. Im ersten Halbjahr 2026 erreichten die weltweiten Champagne-Lieferungen 107,1 Millionen Flaschen, ein leichtes Plus von 1,2 Prozent.

„In einem Weinjahr, das von erheblichen Unterschieden und schwierigen Wetterbedingungen geprägt ist, besteht unsere Verantwortung darin, das Gleichgewicht der Berufsfamilien zu bewahren und gleichzeitig die für Champagne unverzichtbare Qualität zu erhalten. Die heutige, wohlüberlegte Ertragsentscheidung berücksichtigt sowohl die Realität in den Weinbergen als auch die Zukunft der Branche“, sagt Maxime Toubart, Präsident des Champagne-Winzerverbands und Co-Präsident des Comité Champagne.

„Die Champagne verfügt über ein einzigartiges kollektives Modell, das ihr ermöglicht, ihre Entscheidungen an Marktgegebenheiten anzupassen, ohne dabei das Wesentliche aus den Augen zu verlieren: die langfristige Erhaltung des Wertes der Appellation. In einem weiter unsicheren wirtschaftlichen Umfeld bringen die Winzer und Häuser ihre Lagerbestände schrittweise wieder ins Gleichgewicht. Die heutige Entscheidung wurde sehr verantwortungsvoll getroffen“, erklärt David Chatillon, Präsident der Union des Maisons de Champagne und Co-Präsident des Comité Champagne.