Vermarktungskapazitäten

Provence will Roséweinproduktion einschränken

Ein Artikel von Redaktion | 20.07.2026 - 15:52

Die Maßnahme soll die Appellationen Côtes de Provence, Coteaux d’Aix-en-Provence und Coteaux Varois en Provence betreffen und erreichen, dass die auf den Markt gebrachten Weinmengen besser an die tatsächliche Nachfrage angepasst sind. Das bereits im Juni von den drei Schutz- und Verwaltungsorganisationen genehmigte Instrument soll jedoch nicht über eine kollektive Ertragsreduzierung funktionieren, sondern die Durchschnittsmengen der vergangenen drei Vermarktungsjahre der einzelnen Betriebe heranziehen.

Für den Fasswein entspricht dieses „olympische“ Volumen der Produktionskapazität für 2026, wobei Mengen, die über diesen Schwellenwert hinausgehen, in die Reserve eingestellt werden. Bei abgefüllten Weinen wird dieses Volumen um 5 % erhöht, um den Marktteilnehmern Wachstumspotenzial zu verschaffen. Weine des Jahrgangs 2026, die nach dem 31. Dezember 2027 noch in den Kellern lagern, sollen destilliert werden. Ein Lenkungsausschuss soll Sonderfälle regeln. 2027 soll entschieden werden, ob die für den Jahrgang 2026 versuchsweise eingeführte Reserve fortgeführt werden wird. Die geplanten Maßnahmen müssen durch einen Ministerialerlass noch bestätigt werden.