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Luden zur Jahrespressekonferenz des Österreichischen Sektkomitees (v. l.): Geschäftsführerin Dagmar Gross, Michael Malat (Leiter des Marketingausschusses und Winzer), Chris Yorke (Geschäftsführer von Österreich Wein Marketing) und Aurore Jeudy (Vorsitzende des Österreichischen Sektkomitees und Schlumberger-Kellermeisterin). © Sekt Austria / Christine Miess

PRESSEKONFERENZ ZUM „TAG DES SEKT AUSTRIA“

Sekt Austria feiert Erfolge

Ein Artikel von Redaktion | 27.10.2026 - 11:19
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© Christine Miess

Schaumwein erfreut sich in Österreich nach wie vor großer Beliebtheit, wie Erhebungen des IWSR (International Wine and Spirits Record) aus dem Jahr 2025 zeigen. Gegenüber anderen Weinen erhält er sich mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent als vergleichsweise stabil. Im Vergleich zum Jahr 2020 entsprechen die Zahlen einem Plus von 1,8 Prozent.

Insgesamt beträgt das in Österreich konsumierte Volumen von Sekt rund 33 Mio. Flaschen, wovon etwa 25 Mio. auf importierte und rund acht Mio. auf österreichische Produkte entfallen. Ein leichtes Wachstum ist bei Premium-Produkten zu verzeichnen. Bemerkenswert ist zudem der Absatz von alkoholfreiem Schaumwein, der sich von 2024 auf 2025 mit 720.000 Flaschen verdoppelt hat.

Lobend hervorgehoben wurden die Ergebnisse österreichischer Sekte bei internationalen Verkostungen und Wettbewerben, welche dazu beitragen, Österreichs Ruf als erstklassige Herkunft für Schaumweine zu festigen. Christ York von der Österreich Wein Marketing betonte die Relevanz von Schaumwein als vielseitigen Genussbegleiter für das ganze Jahr und die unterschiedlichsten Anlässe sowie die Unterstützung des Segments in den Marketingaktivitäten der Organisation.

Aurore Jeudy, die Vorsitzende von Sekt Austria: „Zahlreiche Sekthersteller engagieren sich gemeinsam für Sekt Austria – bei nationalen und internationalen Fachveranstaltungen, durch gezielte Aktivitäten für Konsumenten sowie bei Fachtreffen zu technischen Themen, die den Austausch innerhalb der Branche fördern.“

Wie wird der Serktjahrgang 2026?

Wie beim Wein insgesamt lag auch die Erntemenge für den Sekt heuer deutlich unter dem Durchschnitt. Vielfach begann die Grundweinlese bereits Mitte August. Um frische und – für den Jahrgang typisch – besonders feinaromatische Grundweine zu keltern, war es entscheidend, je nach Standort und Rebsorte den richtigen, tendenziell früheren Lesezeitpunkt zu bestimmen. In besonders heißen Lagen konnten die Beeren etwas mehr Gerbstoffe einlagern. Das verleiht dem Sekt mehr Struktur und kommt vor allem Grundweinen aus blauen Trauben zugute, etwa bei Blanc de Noir und Rosé.

Neuaufstellung für Sekt Austria notwendig

Aktuell wird in allen Weinbaugebieten und -regionen Österreichs die laut EU-Weingesetz vorgeschriebene Gründung von Erzeugervereinigungen umgesetzt. Für Sekt Austria ergibt sich dadurch die Notwendigkeit, seine Struktur neu aufzusetzen, da die Zuständigkeit für österreichischen Sekt g.U. (geschützten Ursprungs) an die Erzeugervereinigungen geht. Rechtlich gilt ein Bundesland als größtmögliche organisatorische Einheit für eine geschützte Ursprungsbezeichnung.

Mit dem Ziel von österreichweit einheitlichen Bestimmungen für diese Produktkategorie hat das Österreichische Sektkomitee im vergangenen Jahr einen Leitfaden für die Produktspezifikation von Sekt g.U. erstellt, dessen Inhalt von den Erzeugervereinigungen übernommen werden kann. Dadurch soll sichergestellt werden, dass dieser für Konsumenten, Handel und Gastronomie weiterhin möglichst klar und verständlich vermittelt wird, so das Österreichische Sektkomitee.

„Ich hoffe, dass wir unseren Zusammenhalt bewahren und die Zukunft von Sekt Austria weiterhin gemeinsam gestalten – über unsere individuellen Interessen hinaus, im Sinne der gesamten Branche“, so die Vorsitzende Aurore Jeudy.