Im Vergleich mit historischen Wetterdaten zeigt sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten eine auffällige Häufung von extremen Wetterereignissen wie Hitze
Als Schwellenwert für „extrem“ wurde an jedem Ort jene Temperatur genommen, die nur von einem Prozent der täglichen Werte im Zeitraum 1961 bis 1990 überschritten wurde. In Österreich liegt dieser Schwellenwert bei etwa 30 Grad.
„Sind geeignete langjährige Klimadaten verfügbar, lässt sich die Entwicklung der Gefahrenindikatoren ausgewählter Extreme Jahr für Jahr und Jahrzehnt für Jahrzehnt verfolgen – für Österreich, Europa und jedwede andere Region weltweit“, so Kirchengast. „Wir fanden heraus, dass sich die Gesamtextremität der Hitze in Österreich und den meisten Regionen Zentral- und Südeuropas im aktuellen Klimazeitraum 2010 bis 2024 im Vergleich zu 1961 bis 1990 um rund das Zehnfache verstärkt hat. Dazu beigetragen haben Zunahmen sowohl in der Häufigkeit und Dauer der Hitzeereignisse als auch im Ausmaß der Schwellenwertüberschreitung und der räumlichen Ausdehnung.“
Die Gefahrenmetriken für Hitzeextreme in Österreich und Europa sind ab März unter climatetracer.earth verfügbar.
Gottfried Kirchengast, Stephanie J. Haas, Jürgen Fuchsberger (2026): A new class of climate hazard metrics and its demonstration: revealing a ten-fold increase of extreme heat over Europe. Weather and Climate Extremes, Februar 2026.
https://doi.org/10.1016/j.wace.2026.100855