„Hinter diesen Zahlen stecken schwierige Entscheidungen, die Familien, Angestellte und heimische Betriebe betreffen“, so Natalie Collins, Präsidentin der California Association of Winegrape Growers (CAWG). Die kalifornische Weinwirtschaft steckt in der Krise: In den Vorjahren wurde bereits von schlechten Absatzchancen und nicht geernteten Weingärten berichtet. Der Verbandspräsident hatte für die Rodung von Rebflächen plädiert, um Druck vom Markt zu nehmen.
Die neuen Daten zu den Flächenrodungen stammen vom „California Winegrape Mapping Project“, das dabei helfen soll, die Änderungen in der kalifornischen Weinbaulandschaft statistisch zu erfassen. Der aktuelle Bericht gibt eine aktualisierte Bestandsfläche von rund 178.000 ha an. Mit der Produktion von rund 80 % des US-amerikanischen Weins ist Kalifornien das mit Abstand bedeutendste Weinbau-Bundesland der USA.
Bereits in den Jahren 2024 und 2025 kam es in Kalifornien zu Rodungen in vergleichbaren Größenordnungen. Nicht alle gerodeten Flächen wurden jedoch außer Ertrag gestellt – es kam auch zu Neupflanzungen von Weingärten. Das kalifornische Landwirtschaftsministerium gab die Rebfläche 2023 noch mit rund 247.000 ha an, Ende 2025 sollen es noch rund 219.000 ha gewesen sein. Die Angaben zur kalifornischen Rebfläche schwanken teils bedeutend, da zwischen offiziell registrierten Flächen und Gesamtschätzungen unterschieden wird. Die neuen Zahlen der CAWG kamen durch die Verarbeitung von Satellitendaten zustande.