REISEBERICHT WINZER-LESERREISE

Nordmazedonien und -griechenland: Hohe Berge, schwarzer Hengst

Ein Artikel von DI Walter Kaltzin | 11.03.2026 - 13:37
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Gruppenfoto vor Winery Queen Maria

Zum ersten Mal führte eine WINZER-Leserreise auf den Westbalkan. Die wenigsten haben ein klares Bild vor Augen, wenn es um den Weinbau im makedonischen Raum geht. Was einst unter dem Namen „Makedonien“ vereint war, nimmt heute die Länder Nordmazedonien und den Norden Griechenlands ein.

Wir starteten in der Hauptstadt Nordmazedoniens, Skopje – bis zum Zerfall Jugoslawiens 1991 die südlichste Teilrepublik. Das kleine Land verfügt über 79 % Gebirgslandschaften. Von den etwa 2 Mio. Einwohnern leben aber nur rund 1,5 Mio. im Land, der Rest: Gastarbeiter. Heute kann Nordmazedonien als Vielvölkerstaat bezeichnet werden. Etwa zwei Drittel sind Orthodoxe, daneben sind albanische Moslems und andere Minderheiten im Land vertreten. Die Grenzen stimmen nicht mit dem vorhellenischen Mazedonien überein. Das war unter anderem Anlass für die Griechen, Nordmazedonien lange nicht als Staat zu akzeptieren. Allerdings kann auch die griechische Region Makedonien weder eine geografische noch eine ethnische Kontinuität für sich reklamieren, heißt es.

Skopje zeigt sich als eine im Vardar-Tal lang ausdehnende Stadt mit gut 500.000 Einwohnern. Sie beeindruckt mit ihren zahlreichen Monumenten und Statuen, ein Zeichen der Selbstfindung des Staates in jüngster Zeit.

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Die Hauptstadt Nordmazedoniens, Skopje, stand in der Vergangenheit unter römischer, byzantinischer und osmanischer Herrschaft – im Bild links: die Steinbogenbrücke aus dem 15 Jh. Sie verbindet den alten Basar aus osmanischer Zeit mit dem modernen Hauptplatz im Süden. Mitte: Die Matka-Schlucht zählt zu den schönsten und beeindruckendsten Ausflugszielen der Region Skopje – durch das Aufstauen des Flusses Treska entstand ein riesengroßer Stausee, flankiert von hohen Felsen und vielen begehbaren Höhlen.  Rechts: Pflichtprogramm Unesco-Weltkulturerbe sind die Meteora-Klöster in Griechenland mit Ursprüngen aus dem 9. Jh., die auf beeindruckenden Sandfelsen erbaut wurden – einst 24 Klöster, heute sind noch sechs von Mönchen und Nonnen bewohnt 

Nordmazedonien – altes Weinbauland und größter Produzent Exjugoslawiens

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Chateau Sopot im Herzen des Weinbaugebiets Veles in der Weinregion Vardar-Tal: Gegründet 2006, zehn Jahre später kam das Restaurant mit toller Aussicht dazu, 2023 das Hotel – dem internationalen Trend entsprechend mit Fokus auf Weintourismus

Mazedoniens Weinbaugeschichte reicht bis ins 13. Jh. vor Christus zurück – von der Zeit Alexanders des Großen bis zur römischen und türkischen Herrschaft. Heute umfasst die Rebfläche etwas über 30.000 ha, ein Teil ist für die Erzeugung von Tafeltrauben vorgesehen. Die für den Weinbau genutzte Flächen sind zu je 50 % mit weißen und roten Rebsorten bestockt. Neben den einheimischen Rebsorten Kratosija (Zinfandel), Prokupac und Vranac werden vor allem Cabernet Sauvignon und Merlot angebaut. Bei den weißen Reben sind vor allem Chardonnay, Muskateller, Sauvignon Blanc, Smederevka und Welschriesling vertreten.

Mazedonien verfügt über keinerlei Zugang zum Meer, von der Adria ist es durch Albanien getrennt und der Zugang zur Ägäis wird durch griechisches Festland verhindert. Trotz dieser Voraussetzungen gibt es in Mazedonien Bereiche mit mediterranem Klima (neben kontinentalem), da die Entfernung zur Ägäis stellenweise weniger als 60 Kilometer beträgt. Großen Einfluss auf das Klima haben auch die großen Seen, die an der Grenze zu Albanien gelegen sind.

Seit 2004 gibt es in Mazedonien ein Weinbaugesetz, das sich an den Vorgaben der EU orientiert. Seither erlebt der mazedonische Wein in Bezug auf seine Qualität einen spürbaren Aufschwung, auch wenn es für viele Weinbaubetriebe nicht leicht ist, die geltenden rechtlichen Grundsätze einzuhalten.

Heutzutage gibt es etwa 80 Weingüter in Mazedonien. Die Ebene von Tikveš gilt als Kernland. Wein liefert nach Tabak die zweitgrößten Agrarexporte für das Land. Serbien und Kroatien stehen an der Spitze der Ausfuhrstatistiken. Wenn es um Fasswein geht, rangiert Deutschland an der Spitze. Aber auch in Österreich landen Billigstweine.

Nach der Unabhängigkeitserklärung 1991 gingen die staatseigenen Betriebe in private Hände über und wurden in den vergangenen Jahren auf den neuesten Stand gebracht. Die Bedeutung von Fasswein sinkt, während immer mehr auf Qualitätswein in Flaschen gesetzt wird. Es gibt Sonne in Hülle und Fülle, dazu trockene Sommer und Herbste. Den heißen Sommertemperaturen stehen aber kühle Nächte durch die hohen Berge entgegen. Probleme bereiten vor allem in der zentralen Region Vardar lange Trockenphasen. Wer bewässern kann, erntet hohe Qualitäten und das in großen Mengen. Als Sorten-Aushängeschild gilt mit rund 10.000 ha Vranac (übersetzt: schwarzer Hengst). Ideal für warm-heiße
Klimata.

Bereits in der Stadt Skopje die erste Begegnung mit nordmazedonischem Wein: In einem kleinen Lokal verkosteten wir die beiden autochthonen Sorten Muscat Tamjanika und Stanuschina sowie Cabernet Sauvignon vom Weingut Mavin aus dem nördlichen Teil des Landes.

Weitaus beeindruckender die Weine von der Winery Kamnik (17 ha), die parallel zu einem fünfgängigen Haubenmenü im weingutseigenen Restaurant serviert wurden. Ein beeindruckender Einstieg rund um die Sorten Sauvignon Blanc (frisch), Tamjanika (süß), Cabernet Sauvignon und als Cuvée Merlot, Cabernet Franc und Vranac (kräftig). Die weiteren Betriebe:

Chateau Sopot: Eine private Kellerei in der Region Veles mit perfekter Aussichtslage. Rund 100 ha sind vom Staat gepachtet. Leider kann bzw. darf nicht bewässert werden – ein Problem. Der Besitzer und sein Kellermeister sprachen von enormen Ertragseinbußen 2024. Weißwein überwiegt im Betrieb (Riesling!), weil der Trend dort hingeht. Die Stärken würden aber beim Rotwein liegen. An diesem Betrieb kann man die Entwicklung im nordmazedonischen Weinbau gut nachvollziehen: Winzer als Gastgeber – Weintourismus als Wirtschaftsfaktor!

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Keller-Besichtigung in der Kartal Winery (bei Skopje): Ein engagiertes und sympathisches Brüderpaar macht trinkige Weißweine und kräftige Rotweine. Erste intensive Kontakte mit Nordmazedoniens Hauptsorte Vranac – ein kräftiger und intensiver Rotweingenuss

Kartal Winery: Das Familienweingut besteht seit zwei Jahrzehnten und wird von zwei sympathischen Brüdern betrieben. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 100.000 Flaschen, 16 Labels werden geführt. Man verfügt über viele kleine Weingärten, auch werden Trauben zugekauft. Neben den autochthonen Sorten bleibt die Verkostung von Vranac in Erinnerung: 18 %vol aus der natürlichen Vergärung mögen abschrecken, das Ergebnis beeindruckte im Ganzen. Eine Kernaussage des Winzers dazu: Mit potenziell 14 % sei die physiologische Reife noch nicht erreicht.

Weingut Stobi: Stobi ist der Name einer antiken römischen Stadt, von der es noch beeindruckende Reste gibt (Amphitheater, Zisternen …). Das gleichnamige Weingut (mit Restaurant) liegt in unmittelbarer Nähe. Der Eigentümer hat 2009 mit Geld aus der Metallindustrie in die Landwirtschaft groß investiert. Dass unter den 500 Hektar, 300 ha davon vor Ort, sich auch tolle Weingärten befinden, wurde erst später klar. Der große Keller glich eher einer Industrieproduktion, die in die Jahre gekommen ist. Die Weine vermittelten aber ein besseres Bild. Auch hier zeigte der Vranac u.a. mit 17 %vol sein Potenzial.

Villa Maria: Die Anlage wurde nach Königin Maria (von Jugoslawien) benannt, sie prägte das Weingut aus dem Jahre 1928, das heute als historisches Hotel mit Restaurant und Weingut aufgestellt ist. Aktuell im Besitz von griechisch-serbischen Eigentümern. Die historische Anlage wird von zahlreichen Pfauen besiedelt, die Fasskapazität liegt bei 7 Mio. Litern. Hoher Tourismusfaktor.

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Tikveš Winery aus dem 19. Jahrhundert mit über 50 verschiedenen Labels: heute der größte sowie bekannteste Qualitätsweinproduzent – beeindruckende Entwicklung vom Kombinat zum Topweinerzeuger. Erzeugt werden Masse wie auch Topniveau von verschiedenen Standorten 

Tikveš Winery: Von außen wenig einladend, doch dahinter verbirgt sich das größte Weingut vom Balkan und heute ein börsennotierter Wein- und Agrarkonzern. Einst ein gewaltiges Landwirtchaftskombinat, wo groß investiert wurde. Heute besitzt Tikveš nach eigenen Angaben eine Rebfläche von 1.300 ha (darunter Château de Gourdon an der Rhône) und kontrolliert insgesamt 5.000 ha und damit ca. 2.200 Lieferanten. Die Kellereien mit einer Kapazität von 32 Mio. l füllen jährlich 15,3 Mio. Flaschen ab. An vier Standorten agieren vier Betriebe und sorgen für 52 unterschiedliche Labels. Die Zahlen mögen abschrecken, doch die Weine an der Spitze beeindruckten, auch weil zunehmend auf Mikrovinifizierung Wert gelegt wird. Viel Wein (von frisch bis kräftig) für wenig Geld (unter 20 €), Restaurant inklusive.

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Das Familienweingut Lazar Winery im Zentrum der Republik Nordmazedonien in der renommierten Weinregion Tikveš: erst seit gut 20 Jahren mit Weinen am Markt – mittlerweile mit Übernachtungsmöglichkeit und Restaurant sowie 25 verschiedenen Labels  

Chata Lazar: Erst seit rund zehn Jahren agiert das Weingut Lazar, ein Familienbetrieb. Aus der Boutique-Winery hat sich in kurzer Zeit ein Betrieb mit 25 verschiedenen Labels entwickelt, die Jahreskapazität liegt bei 250.000 l. Vranac und Kartoschia gelten als Hauptsorten, rund 90 % gehen in den Inlandsmarkt. Auch hier: Restaurant inklusive.

Ciflik Winery: Unmittelbar Kontakt zur Winery gab es nur im eigenen Hotelrestaurant nahe der Stadt Bitola und unweit eines hohen Gebirgszuges.

Griechenland

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Das 70 Jahre alte Weingut Katogi Averoff steht für den (griechischen) Weinbau im Gebirge: Die Erträge sind im Pindus Gebirge auf 1.000 m Seehöhe bescheiden. Hotel und Restaurant sorgen in Metsova für hohe Besucherzahlen, alpines Flair!

Mit dem Grenzübertritt Richtung Süden genossen wir wieder die Vorteile des EU-Raums (Zahlungsmittel, Telefonie und Co.). Einige Zahlen zum besseren Einordnen des dortigen Weinbaus:

Die griechische Weinbaufläche kommt auf etwa 63.500 ha, dennoch wird nur etwa das Produktionsniveau von Österreich erreicht (rund um 2 Mio. hl). Wegen der extremen Kleinstrukturiertheit kommt die Zahl der Bewirtschafter/Rebflächenbesitzer auf über 150.000. Im Jahr 2019 sollen es noch 180.000 gewesen sein. Demgegenüber stehen etwa 1.200 registrierte Weinkellereien (laut Wines of Greece) bzw. 1.350 lizensierte Produzenten. Eine hohe Diversität an autochthonen Rebsorten ist kennzeichnend. Wir bereisten den Norden des Landes, die Region Makedonien mit der Unterregion Amyndeon, Naoussa und Thessaloniki sowie Chalkidike.

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Das griechische Alpha Estate wurde im Jahr 1995 von zwei Weinliebhabern gegründet: ab 2011 große Erfolge im Export, Wachstum und internationale Auszeichnungen für das Weingut – die nahen Berge und die Höhe geben den Weinen eine gewisse Kühle (Bewässerung) 

Alpha Estate: Das Weingut Alpha Estate wurde 1997 von zwei Winzern im Nordwesten Makedoniens gegründet. Mit mehr als 200 ha zählt es zu den größten und besten Betrieben Griechenlands. Die Weingärten liegen auf einer Seehöhe von 600 bis 700 m in unmittelbarer Nähe von zwei Seen und Bergen (Zentralklima). Mit dem Wasser aus den niederschlagsreichen Wintern kann in den heißen Sommern bewässert werden. Die moderne Kellerei erzeugt feine, frische Weine aus internationalen und griechischen Sorten wie Xinomavro, Syrah, Merlot, Pinot Noir, Tannat, Malagouzia, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Gewürztraminer und Assyrtiko. Gepflegte Weingärten!

Katogi Averoff: Noch höher gelegen ist das Weingut Katogi Averoff in Metsova. Ein Teil der Weingärten befindet sich auf rund 1.000 m Seehöhe (damit die höchsten Bergweingärten Griechenlands), der Großteil weiter weg nördlich dieses Standorts. Der Gründer Evangelos Averoff hat nach Ausbildung in der Schweiz Karriere als Minister gemacht und den Weinbau im Ort aufgebaut. Aufgrund der Trockenheit gibt es geringe Erträge, viel Sonne und wenig Krankheiten. Die Produktion umfasst 500.000 bis 6000.000 Flaschen: Jährlich besuchen rund 20.000 Personen den Betrieb (Hotel mit Restaurant).

Chrisohoou: Das Weingut aus 1948 gehört bereits zum berühmten Weinerzeugungsgebiet Naoussa, bekannt für Rotweine, besonders aus Xinomavro. So konnten wir verschiedene Spielarten der Sorte verkosten: frischer Blanc de Noir, klassischen Rosé, eine kitschig fruchtige Cuvée und Reserve-Qualitäten.

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Kir Yianni Estate wurde 1997 von Yiannis Boutaris, einer der führenden Persönlichkeiten der griechischen Weinindustrie, inmitten einer Weinlandschaft gegründet: hohes Niveau der Weine, die aus unterschiedlichen Regionen kommen – in Summe 57 ha Rebland

Kir Yianni: Ebenfalls zu Naoussa gehört das Weingut Kir Yanni vom Bruder des großen Boutari-Weingut-Besitzers mit toller Lage am Rebhügel. Bei feiner Essensbegleitung überzeugte der kleine Ausschnitt des Weinprogramms: duftige Weißweine, feine Rotweine. Rund 60 ha, 1997 gegründet.

Kechris Winery: Kein Griechenland-Weintrip ohne Retsina! Beim Spezialisten Kechris in der Nähe von Thessaloniki hat dieser Weinstil seit vielen Jahrzehnten Tradition. Von den zwei Mio. Flaschen gehen jährlich rund 30 % in den Export (Deutschland!). Gegen den Trend (Massenproduktion von Retsina mit billigem Harz) verfolgt man konsequent die Qualitätsstrategie (mit Auszeichnungen). Das Harz der Pinie wird übrigens am Beginn der Gärung zugesetzt. Der Geschmack ist nicht jedermanns Sache, aber wenn gut eingebunden, durchaus spannend.

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Viele autochthone Sorten im kulturaffinen Weingut Gerovassiliou südlich von Thessaloniki: Es zählt mit rund 800.000 Flaschen im Jahr zu den renommiertesten Betrieben Griechenlands, tolle Jahrgangsvertikale von Chardonnay und Syrah bei bester Aussicht

Gerovassiliou: Südlich von Thessaloniki befindet sich das wunderbar gelegene Weingut, das zu den renommiertesten Griechenlands gehört. Auf rund 100 ha (70 % Weißwein!) befinden sich 80 % autochthone Sorten (Hauptsorte die aromatische Malagousia), der Rest ist international ausgerichtet. Tolles Weinmuseum (Korkenzieher) und ebenso beeindruckend eine Jahrgangsvertikale von Chardonnay und Syrah, flankiert von feinen abgestimmten Schmankerln. Und das mit bester Aussicht auf die Weinberge – 20.000 Besucher jährlich!

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Domaine Agrovision: junger Weinbaubetrieb auf der Halbinsel Chalkidike, unweit von Thessaloniki, dem Berg Athos und dem Meer – auch ohne Bewässerung eine schöne Frische in den Weinen

Domaine Agrovision: Zum Abschluss ein junger Betrieb in Chalkidiki unweit des Meeres und nur wenige Kilometer vom Berg Athos entfernt. Mit 18.000 Flaschen von rund 6,4ha Weingärten von kleinen Parzellen mit sandigen Böden erst im Aufbau begriffen. Flächenmäßig überwiegt der Rotwein (CS, CF, Sh, M, PV). Verkostet wurde mitten in der Produktionshalle, was aber sehr authentisch wirkte. Obwohl keine Bewässerungsmöglichkeiten bestehen, viel Frische in den Weinen. Als Besonderheit der Vergleich zweier Sauvignon Blancs, einer davon nach Lagerung am Meeresgrund.

Kleines Fazit

Die 16. WINZER-Leserreise bot an neun Reisetagen erneut tolle Einblicke in wenig bekanntes Terrain. Das dichte und gut organisierte Reiseprogramm brachte uns der 3.000 Jahre alten Weinkultur näher. Viele rasante Entwicklungen wurden offenkundig. Weintourismus zieht sich wie ein roter Faden durch die beiden Gebiete. Besonders in Nordmazedonien legt er enorm zu. In beiden bergigen Regionen steckt viel Herzblut und oftmals überraschend viel Kühle in den Weingläsern – dank Bewässerung und/oder höherer Lagen. In den Kellern sind noch viele Betonzisternen, aber auch neueste Technik im Einsatz. Beeindruckend die Entwicklung Nordmazendoniens weg vom billigen Massenproduzenten hin zum Qualitätslieferanten mit der Sorte Vranac als Aushängeschild. Ähnlich wie in Griechenland gibt es viele Weinbauer, doch nur wenige Weingüter bzw. Kellereien. Ein ausgewogener Mix aus Weinkosten, Kultur und Kulinarik sorgte für beste Stimmung unter den Reisenden.

Reise-Ausblick

Die 17. WINZER-Leserreise im Juni 2026 nach Georgien ist ausgebucht. 

Anmeldungen zur 18. Reise nach Sardinien und Korsika im Oktober sind noch möglich. 

Nähere Infos auf www.der-winzer.at/weinreise.html bzw. beim Partner Reisewelt (Tel. +43/1/6071070-67442 oder m.brandl@reisewelt.at).