Für Wein aus der EU ist eine Reduktion der indischen Zölle von aktuell 150 auf 75 Prozent und später auf bis zu 20 Prozent vorgesehen. Parallel dazu verhandeln die EU und Indien derzeit über ein separates Abkommen über geografische Angaben, das dazu beitragen soll, dass traditionelle Agrarerzeugnisse aus der EU in Indien besser verkauft werden können.
Auf Seiten der EU werden die ausgehandelten Textentwürfe in Kürze veröffentlicht. Nach einer juristischen Überprüfung muss das Abkommen noch durch den Europäischen Rat und das Parlament angenommen werden. Die Details des Abkommens können hier eingesehen werden: Freihandelsabkommen EU-Indien
Der ÖWM-Geschäftsführer Chris Yorke gab dazu folgende Stellungnahme: „Grundsätzlich stehen wir Handelsabkommen positiv gegenüber, da sie den Export unserer Weine erleichtern. Das ist sehr wichtig, weil wir die Marktanteile im Inland kaum noch steigern können. Das größte Wachstumspotenzial für österreichischen Wein liegt somit im Export. Aktuell bewegen sich unsere Weinexporte nach Indien mit etwas mehr als 1.000 Liter noch auf einem sehr niedrigen Niveau. Mit der Senkung der Einfuhrzölle auf Wein von 150 auf bis zu 20 % und dem gleichzeitig wachsenden Wohlstand konsumfreudiger Schichten in Indien sehen wir aber gute Chancen, dass wir unsere Exporte in diesen Zukunftsmarkt langfristig steigern können.“