Zur Diskussion um die staatliche Prüfnummer nimmt nun auch die Vereinigung der Renommierten Weingüter Burgenland Stellung. Andi Kollwentz, Präsident der RWB, sieht sich genötigt, folgendes anmerken:
„Wir als RWB stehen hinter der Staatlichen Prüfnummer als verlässliches Instrument der organoleptischen und analytischen Weinkontrolle, die wesentlichen Anteil am Aufschwung des Österreichischen Weines nach 1985 hatte und noch immer hat. Zweifelsohne sollte man die Prüfnummernkost reformieren, indem man etwa ein kleines Team geschulter Fachleute einsetzt. Eine Reform der Prüfnummernverkostung darf aber niemals eine Zweiteilung des Qualitätsanspruchs bedeuten, bei der unterschiedlich hohe Messlatten zur Erlangung ein und derselben Staatlichen Prüfnummer führen. Auch wir als RWB machen Weine, die außer Schwefeldioxid keine Zusätze haben. Trotzdem sind wir gegen eine Teilung in „Industrieweine“ und sogenannten „Low Intervention Wines“, da wir eine Spaltung der Weinwirtschaft generell als denkbar schlechtestes Zeichen nach Außen empfinden.“
Initiative für eine Reform der Staatlichen Prüfnummer: „TU FELIX AUSTRIA… where do you go to, my lovely?“
Die Initiative wurde 2020 von Armin Tement, Roland Velich und Andreas Wickhoff MW gegründet. Kritisch gesehen wird die Weiterentwicklung des österreichischen Weines aus engeren Herkünften, der außerhalb des gewohnten Geschmackmusters angesiedelt ist.
Ein offener Brief der Initiative ist unter diesem Link abrufbar.