oetw_Michael Moosbrugger_Michael Malat_5_c_Manu Grafenauer.jpg

Michael Malat (rechts) übernimmt zum Jahreswechsel die Führung der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW) von Michael Moosbrugger (links). © Manu Grafenauer

ÖSTERREICHISCHE TRADITIONSWEINGÜTER

Michael Malat wird neuer Obmann der ÖTW

Ein Artikel von Redaktion | 08.09.2026 - 14:22

Es ist ein Generationswechsel mit ungewöhnlich langer gemeinsamer Vorgeschichte: Anfang 2027 übernimmt Michael Malat den Vorsitz der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW) von Michael Moosbrugger. Malat begleitet die Entwicklung der Vereinigung seit rund 20 Jahren im Vorstand; sein Vater Gerald gehörte 1991 zu den Gründungsmitgliedern.

Als Michael Moosbrugger 2007 die Führung übernahm, hatte er bereits über zehn Jahre unter Obmann Gerald Malat im Vorstand mitgearbeitet. Damals waren rund 25 Betriebe Mitglied im Verein. Heute zählt die Vereinigung 91 Weingüter aus acht Weinbaugebieten. Gemeinsam bewirtschaften sie rund 3.600 Hektar Reben, etwa acht Prozent der österreichischen Weinbaufläche. Moosbrugger blieb 2007 dem Gründungsauftrag treu, den bereits die ersten Statuen festgelegt hatten: eine Lagenklassifikation für die Weinbaugebiete in Österreich zu entwickeln. Die Klassifikation der ÖTW wurde schließlich für die Übernahme ins österreichische Weingesetz vorbereitet, parallel dazu arbeiteten die ÖTW auch mit dem VDP in Deutschland zusammen.

Inzwischen tragen 145 Rieden die Bezeichnung ÖTW Erste Lage (1ÖTW). Die über drei Jahrzehnte entwickelte Lagenklassifikation mit dem zweistufigen System aus Erster Lage und Großer Lage soll mit dem neuen österreichischen Weingesetz gesetzlich verankert werden.

„Michi Moosbrugger hat den ÖTW in einer entscheidenden Phase eine klare Marschrichtung gegeben. Das war notwendig, damit wir heute dort stehen, wo wir sind. Nun ist der Verein groß genug, Themen und Verantwortung breiter zu tragen. So wird nicht nur unsere Arbeitskraft gestärkt, sondern auch die Identifikation mit dem gemeinsamen Weg“, so Michael Malat.

Malat sieht die kommende Periode als bewussten Phasenwechsel. Gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Tischler-Zimmermann will er die gewachsenen Strukturen nutzen, um die ÖTW in wichtigen Märkten noch sichtbarer zu machen, die Lagenklassifikation verständlich zu vermitteln und neue Zielgruppen zu erreichen. Künftig will Malat Themen und Verantwortung auf mehr Schultern verteilen. Geplant sind klar definierte Ressorts, in denen Mitglieder ihre Erfahrung einbringen und Projekte eigenständig vorantreiben.

An Malats Seite steht Obmann-Stellvertreter Markus Huber. Er ist seit Jahrzehnten in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen in der Weinbaupolitik und der Wirtschaftskammer tätig und bringt diese Erfahrung sowie sein gewachsenes Netzwerk in die Arbeit der ÖTW ein.