Im Jahr 2019 kam es zur schicksalhaften Begegnung mit der finnischen Weinliebhaberin Sigrid, die das Weingut besichtigte und im Gästehaus übernachtete. Daraus wuchs das Projekt „Dragontorp“, bei dem Opitz quasi als Weincoach burgenländische Grüner-Veltliner-Reben und Wein-Know-how nach Finnland brachte.
Sechs Jahre später stehen 600 Liter vom Grünen Veltliner in verschiedenen Ausbaustufen zur Verkostung bereit. Aus vier Lesedurchgängen entstanden fünf Weine, von leicht und fruchtig bis zum Orangewein. Zuvor waren doch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. So musste der Weingarten durch einen zwei Meter hohen Zaun vor Rehen und großen Elchen geschützt und mangels eines Weinkellers die Sauna umfunktioniert werden. Der Winterfrost von minus 20 °C hat den Reben bislang nicht geschadet, die Veredelungsstelle wird geschützt/angehäufelt.
Mit der Reife und Gesundheit der Trauben gibt es keine Probleme. Die langen Abende im Sommer sorgen für ausreichend Photosynthese und die trockenen Bedingungen im Herbst für „pumperlgesunde“ Trauben, wie der Illmitzer betont.
Flying Winemaker Opitz resümiert genüsslich: „Ein kleiner Schritt für einen österreichischen Winzer, ein großer für das finnische Volk“. Auch Weinliebhaberin Sigrid ist über die gelungenen Weine hocherfreut, wenn auch von den vielen Arbeitsschritten bis zur fertigen Weinflasche überrascht.
Da es sich um kein kommerzielles Projekt handelt, bleibt der genaue Standort des „Weinguts“ geheim. Bekannt ist: Der nördlichste Grüner Veltliner der Welt (Stichwort Open Air) kommt aus Finnland, 60,06 Grad nördliche Breite und rund 150 Meter von der Küste entfernt.
Trotz seiner 70 Jahre blickt der vielsprachige Willi Opitz weiter in die weite Welt und sieht enormes Potenzial für den österreichischen Wein: nicht über den Weg der Verdrängung, sondern darüber, das Kulturgut Wein lebendig, emotional und wertig zu vermitteln. So überrascht es nicht, dass Usbekistan im Mittelpunkt des nächsten Projektes steht.
Sie wollen wissen, wie man in die Formel 1 kommt (Mc Laren, „Pole Position“-Wein), ins Weiße Haus (Bill Clinton, „Mr. President“) oder in den Buckingham-Palast (Prince George Cuvée) etc.? Dann kontaktieren Sie Willi Opitz direkt, ein vertrauliches Gespräch unter Kollegen kostet nichts.