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Die Ruster Projektteilnehmer vor der wiedererrichteten Terrassierungsmauer. © Markus Hammer

Historische Bestände

Weinbauverein Rust revitalisiert Trockensteinmauern

Ein Artikel von Redaktion | 25.02.2026 - 13:30
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Das Trockensteinmauerprojekt in Rust bot interessierten Winzern und Bürgern die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Bau von Trockensteinmauern zu sammeln. © Markus Hammer

Der Weinbauverein Rust errichtete im bereits zweiten Projekt zum Thema Trockensteinmauern gemeinsam mit Freiwilligen eine historische Terrassenmauer in den Ruster Weingärten. Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist unter anderem, das Wissen um diese traditionelle Bauweise in der örtlichen Bevölkerung zu verankern und künftig weitere Trockensteinmauern selbständig errichten zu können.

Die Freistadt Rust setzt mit dem Projekt einen wichtigen Impuls für den Arten- und Lebensraumschutz im Europaschutzgebiet Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge. Durch die Anbindung an noch vorhandene alte Mauern ist die rasche Besiedelung der neu errichteten Terrassierung durch Pflanzen und Tiere möglich. Wegen der vielen Spalten und Ritzen sowie der großen Abwechslung beim Kleinklima in unterschiedlichen Bereichen der Mauer (außen trocken, hell und der Lufttemperatur angepasst, innen dunkel, feucht und konstant) ist eine Trockensteinmauer ein wertvoller Lebensraum, der wesentlich zur Erhaltung von Biodiversität beiträgt.

Das Projekt wird vom Landschaftspflegefonds im Rahmen des Burgenländischen Arten- und Lebensraumschutzprogramms unterstützt. Landeshauptmann-Stellvertreterin Haider-Wallner, die als Landesrätin unter anderem den Naturschutz verantwortet, betonte die Bedeutung des Vorhabens: „Trockensteinmauern sind ein prägendes Element unserer traditionellen Weinbaulandschaft und gleichzeitig wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Mit diesem Projekt wird eine alte Kulturtechnik wiederbelebt und ein konkreter Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt im Burgenland geleistet.“

Auch der Bürgermeister der Freistadt Rust, Mag. Gerold Stagl, unterstrich den Stellenwert des Projekts für die Stadt: „Die Trockensteinmauern gehören zur Geschichte und Identität der Freistadt Rust. Dass dieses Wissen gemeinsam mit engagierten Rusterinnen und Rustern weitergegeben und praktisch angewendet wird, ist ein großer Gewinn für unsere Stadt und unsere Weinbaukultur.“