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Innovationspreise

Austro-Vin-Awards 2026 verliehen: die Gewinner

Ein Artikel von Redaktion | 29.01.2026 - 11:28

Kategorie Weinbau

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© Hofstätter Technologies

„Helios Wine“  Spätfrostschutz-System von Hofstätter Technologies

In der Kategorie Weinbau wurde das Spätfrostschutz-System „Helios Wine“ von Hofstätter Technologies ausgezeichnet. Es wurde von Elektrotechniker Helmut Hofstätter in Österreich gemeinsam mit der Wein- und Obstbauschule Silberberg und der Versuchsstation Haidegg umgesetzt und ist eine Weiterentwicklung der klassischen Kordonheizung.

Dabei werden in der Traubenzone Folienabdeckungen mittels Klettverschluss angebracht, die für thermisch stabile Verhältnisse für die sensiblen Gescheine bis zu Temperaturen von bis zu –5 bzw. –7 °C sorgen. Als einziges Frostschutzsystem im Weinbau ist es dadurch auch bei Windfrost verlässlich wirksam und verbraucht mit rund 7,5 W/m bzw. 27 kW/ha verhältnismäßig wenig Strom.

Kategorie Obstbau

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© GreenHive

„Spritzengel“ Pflanzenschutzroboter von Greenhive

In der Kategorie Obstbau machte der elektrische Leichtbau-Spritzroboter „Spritzengel“ vom südsteirischen Unternehmen Greenhive das Rennen. Der nur 370 kg schwere, autonom fahrende und auch per Fernsteuerung nutzbare Geräteträger mit einem Grundmaß von 1,3 x 1,9 Metern verfügt über einen 200- bzw. 300-Liter-Tank und ein regelbares Gebläse für den Pflanzenschutz. Dank Wechselakku-System ist das Gerät im Dauereinsatz verwendbar.

Die Motorleistung von 6 kW ist für Gelände mit bis zu 70 % Steigung ausgelegt, wo er dank der leichten Bauweise auch nach Niederschlägen eingesetzt werden kann ohne Bodenverdichtungen zu verursachen oder Mitarbeiter der Gefahr des Absturzes im steilen Gelände auszusetzen. Der Beginn der Serienproduktion wird für Ende 2026 erwartet.

Kategorie Kellereitechnik

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© LEV 2050

Bioreaktor „LEV 2050“ von Richard Wagner Kellereibedarf

In der Kategorie Kellereitechnik entschied die Jury für den Bioreaktor der spanischen Firma LEV 2050, der vom deutschen Kellereibedarf-Unternehmen Richard Wagner vertrieben wird. Das Gerät ermöglicht die gezielte Vermehrung von Hefen und Bakterien in einem geschlossenen System mit Temperaturkontrolle, effizienter Durchmischung, Belüftung mit Sterilluft und vollautomatischer Prozesskontrolle.

Die betriebseigene Hefevermehrung ermöglicht die Herstellung aktiver Mikroorganismen in großen Mengen aus Reinzuchthefen oder indigenen Stämmen, wodurch die Gärsicherheit erhöht wird. Besonders in Großbetrieben können dadurch mittel- bzw. langfristig die Betriebskosten für Hefezukäufe gesenkt werden.

Kategorie Vermarktung

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© Sengl-Pridt

„GoLow“ Alkoholreduktionsanlage von Sengl-Pridt

Der Preis für Innovationen in der Vermarktung ging an Sengl-Pridt mit der seit dem Vorjahr am Markt verfügbaren Alkoholreduktionsanlage „GoLow“. Das System basiert auf Membrankontaktortechnologie und ermöglicht die besonders schonende Reduktion des Alkoholgehalts von Weinen durch osmotische Destillation unter atmosphärischem Druck.

Die präzise Steuerungsmöglichkeit für die Weinstilistik ermöglicht die Produktion leichter Weine, welche verstärkt am Markt nachgefragt werden. Studien an der HBLA Klosterneuburg und der Weinbauschule Krems zeigten positive sensorische Erfolge der leichten Alkoholreduktion um bis zu 20 % durch die Optimierung der Balance sowie die Betonung von Frische.