In Europa war schon zu Zeiten der griechischen Antike die heilsame Wirkung von Verjus bekannt. Das Weingut Weninger in Horitschon bringt ihn nun auf den österreichischen Markt.
Interessant ist der Gesundheitsaspekt, den bereits Ärzte im Mittelalter erkannten, als sie Verjus zur Beruhigung des nervösen Magens oder auch für die "durstige" Leber empfahlen.
Im 18. Jahrhundert geriet der grüne Saft in Vergessenheit, nur in Südfrankreich überlebte er bis heute. Vor allem in der Spitzengastronomie wird er wegen seiner milden, angenehmen und doch raffinierten Säure geschätzt.
Für den Winzer Franz Weninger ist die Verjus-Produktion eine sinnvolle Ergänzung zur Ertragsreduktion: "Bevor sich die Beeren verfärben, schneiden wir zwecks Steigerung der Traubenqualität soviel weg, bis weniger als ein Kilo am Stock bleibt. Von nun an verwerten wir die grüne Lese." Gepresst werden Zweigelt-Trauben. Rund 24 Stunden dauert es bis aus den unreifen Trauben der Saft fließt.