Die Rebfläche in Österreich umfasst rund 50.000 Hektar. Sie erstrecken sich zum größten
Teil in den östlichen und südöstlichen Landesteilen. Die Verteilung
zwischen Weiß- und Rotwein fällt eindeutig zugunsten des Weißweins aus: 70 %
sind mit den 22 für Qualitätsweinerzeugung zugelassenen weißen Rebsorten
bestockt. Der Rotweinanteil (13 Sorten) ist in den letzten Jahren auf 30 %
angewachsen.
Östliche Weinkompetenz
Österreichs Weinbaufläche ist in vier Weinbauregionen unterteilt: Das
"Weinland Österreich" besteht aus den Bundesländern Niederösterreich und
Burgenland mit insgesamt zwölf Weinbaugebieten, das "Steirerland" aus den
drei steirischen Weinbaugebieten, die Bundeshauptstadt Wien ist eine eigene
Weinbauregion mit immerhin fast 700 Hektar Rebfläche. Unter "Bergland
Österreich" sind die übrigen Bundesländer zusammengefasst, in denen sich
verstreut ebenfalls kleinere Rebflächen befinden.
Die durchschnittliche Erntemenge beträgt 2,5 Millionen Hektoliter, der
größte Teil davon wird im Inland konsumiert. 73 % des österreichischen
Weinkonsums sind heimische Weine, doch der Export stieg in den letzten
Jahren stark an.
Folgendes Zahlenspiel unterstreicht die ökonomische Bedeutung des Weins
innerhalb der gesamten österreichischen Landwirtschaft: "Der Wein nimmt nur drei Prozent der agrarischen Nutzfläche
Österreichs ein, erzielt aber 20 Prozent der pflanzenbaulichen Wertschöpfung".
Klein und doch Groß
Österreich ist ein Weinbauland mit etwa 20.000 vergleichbar kleinen
Betrieben, viele davon sichern ihre Existenz durch erfolgreichen
Ab-Hof-Verkauf. Über die Hälfte der Gesamtrebfläche hingegen entfällt auf
Betriebe mit über 5 Hektar Rebfläche, diese Betriebe sind auch im Export
sehr leistungsfähig. Es gibt jedoch kaum Betriebe, die im internationalen
Vergleich als groß gelten (mehr als 200 Hektar).
Österreich ist aber ein Land der großen Qualitäten, denn etwa zwei Drittel
der Weine sind Qualitätsweine – und einige davon gehören zu den besten der
Welt bei Weiß, Rot und Süß!
Weinbau in Österreich
02.11.2007 12:10